Seit Optionsscheine bei den ZertifikateAwards in einer separaten Kategorie bewertet werden, führt ein Emittent das Feld an – und daran hat sich auch in diesem Jahr nichts geändert. Morgan Stanley kann die Jury erneut am meisten überzeugen und wiederholt damit den Erfolg der beiden Vorjahre. Dabei sei noch erwähnt, dass die Emittentin auch schon vor der Umstellung im Jahr 2023 mehrfach für das beste Angebot bei Hebelprodukten im Allgemeinen ausgezeichnet wurde (zweimal Silber, dreimal Gold). Der Blick in die Historie zeigt aber auch: Der Sieg gelingt diesmal nicht ganz so überragend wie 2024, als Morgan Stanley bei Optionsscheinen auf das Traumergebnis von 100 Punkten gekommen war. Grund dafür könnten die rückläufigen Marktanteile beim Handel mit Faktor-Optionsscheinen sein. Dies ist aber nur ein kleiner Makel im überragenden Gesamtbild. Denn alle anderen Kennzahlen zeigen weiterhin nach oben: Beim ausstehenden Volumen zählt Morgan Stanley in beiden Teilsegmenten (klassisch und „Faktor“) zu den Top-3 und beim Handel mit Optionsscheinen konnte die Anbieterin die Führung sogar ausbauen. Die Palette wurde aufgestockt und gehört zu den größten im Markt, wobei auch die Abdeckung an Basiswerten aus allen maßgeblichen Anlageklassen herausragt.
Mit der Société Générale auf Platz zwei bleibt auch die Besetzung des Silberrangs im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Emittentin nimmt weiter Fahrt auf und hat im börslichen Handel mit Optionsscheinen deutlich zugelegt. Der Marktanteil ist im ersten Halbjahr spürbar gestiegen, wodurch der Abstand zur führenden Morgan Stanley weiter verkürzt werden konnte. Schon vorbeigezogen ist die Société Générale beim ausstehenden Volumen. Bei Faktoren steht sie sogar auf Platz eins – und zwar mit großem Vorsprung. Dort hat sie auch ihr Angebot deutlich aufgestockt und rückt dicht an Morgan Stanley heran. In einigen Bereichen ist die Abdeckung sogar noch etwas breiter als beim Hauptkontrahenten.
Auch HSBC kann den Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen und ergänzt erneut das Podium. Die Emittentin hat sich bei klassischen Optionsscheinen in der Spitzengruppe festgesetzt. Im börslichen Handel gehört sie beinahe immer zu den Top-3. Und auch beim ausstehenden Volumen zählt sie immer zu den Führenden – ein Indiz dafür, dass nicht nur Daytrader von ihrem Angebot angelockt werden, sondern auch Anleger, die ihre Position länger halten. Platz vier geht in dieser Wertung an J.P. Morgan.